30.Oktober 2026 – 1. November 2026 (Kurszeiten: Freitag um 17:30 – 21:30 Uhr/ Samstag 9:00 – 19:00 Uhr / Sonntag 9:00 -16:00 Uhr)
Dieses Seminar ist eine Einladung, dem altaiischen schamanischen Wissen mit Offenheit und einer tiefen innerer Bereitschaft zu begegnen.
Ikh Kharaa Holon Batu (Uuten Altai) teilt grundlegendes schamanisches Wissen, das über viele Generationen hinweg bewahrt wurde. Es basiert auf gelebter Erfahrung, stiller Beobachtung und der natürlichen Ordnung des Lebens.
Dieses Seminar richtet sich an Menschen, die sich berühren lassen möchten – im Herzen, im Denken und im inneren Erleben.
Worum es in diesem Seminar geht
Eine der ersten Fragen, die mir Menschen immer wieder stellen, lautet:
„Welche Themen werden in dieser Ausbildung eigentlich genau unterrichtet?“
Diese Frage lässt sich nicht mit einem einzigen Satz beantworten.
Denn das Wissen des traditionellen Schamanismus ist keine Ansammlung vieler kleiner, voneinander getrennter Themen. Es ist ein zusammenhängendes, ganzheitliches Wissenssystem.
Wenn wir beginnen, über die Obere Welt zu sprechen, kommen wir automatisch auch zur Mittleren und Unteren Welt.
Von dort gelangen wir zu den Zwischenwelten, zu UG, AM, Etugen, Ongod, zu den Herren und Geistwesen der Berge und Gewässer sowie zum Aufbau des Menschen, zur Seele und zur Energie.
Wenn wir über das Feuer sprechen, kommen wir zu Opfergaben, Schwüren, Anrufungen und zur Reihenfolge ritueller Handlungen.
Wenn wir über Trance sprechen, ist es unmöglich, sie zu verstehen, ohne gleichzeitig über den Körper, das Gehirn, die Atmung, das Nervensystem, die Hormone, die Psyche, Wahrnehmungen und Vorstellungen zu sprechen.
Deshalb ist es im traditionellen schamanischen Wissen kaum möglich, an einer bestimmten Stelle zu beginnen, ohne die Verbindung zu anderen Themen herzustellen.
Genau das ist eines der wichtigsten Merkmale meiner Ausbildung.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Ausbildung keinen festen Lehrplan besitzt.
Im Gegenteil: Sie hat eine klare Grundstruktur, eine bestimmte Reihenfolge und verschiedene Ausbildungsstufen.
Abhängig von den Fragen, dem Verständnis und den Vorkenntnissen einer Gruppe kann es jedoch sein, dass wir uns mit einem Thema nur kurz beschäftigen, während wir in ein anderes Thema mehrere Stunden tief eintauchen.
Die Grundlage bleibt stabil.
Die Tiefe der Ausbildung bleibt flexibel.
Ein Schritt von der Verwirrung hin zum traditionellen Schamanismus
Heute gibt es sehr viele Informationen über Schamanismus.
Doch eine große Menge an Informationen bedeutet nicht automatisch, dass auch viel Wissen vorhanden ist.
Manche Menschen haben viele Bücher gelesen.
Manche haben zahlreiche Ausbildungen und Seminare besucht.
Andere beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Meditation, Energiearbeit, Healing, Trance oder schamanischen Reisen.
Wieder andere erleben sehr intensive Träume, innere Bilder oder Wahrnehmungen.
All das möchte ich nicht abwerten oder verneinen.
Doch aus der Sicht des traditionellen Schamanismus lautet die erste Frage nicht:
„Was hast du gespürt?“
Sondern vielmehr:
„Kannst du das, was du gespürt hast, richtig erkennen und einordnen?“
Nicht jeder Traum ist eine Botschaft.
Nicht jedes starke Gefühl bedeutet eine Verbindung mit einem Geistwesen.
Nicht jedes Zittern des Körpers ist Trance.
Und nicht jedes innere Bild bedeutet, dass man eine andere Welt betreten hat.
Genau hier beginnt häufig die Verwirrung.
Deshalb muss der erste Schritt in Richtung des traditionellen Schamanismus nicht darin bestehen, nach immer intensiveren Erfahrungen zu suchen.
Viel wichtiger ist es, das, was man bereits zu wissen glaubt, noch einmal zu überprüfen.
Was ist Schamanismus?
Wie ist die Welt beziehungsweise das Universum aufgebaut?
Was ist der Mensch?
Was ist die Seele?
Was genau bezeichnen wir als Energie?
Was ist lediglich eine physiologische Reaktion des Körpers?
Was ist ein psychologisches Phänomen?
Was ist Vorstellung oder Imagination?
Und was ist tatsächlich ein schamanisches Phänomen?
Um diese Dinge voneinander unterscheiden zu können, braucht es ein solides Grundlagenwissen.
Warum ist Grundlagenwissen notwendig?
Wenn man ein Haus baut, beginnt man nicht mit dem Dach.
Im Schamanismus ist es genauso.
Bevor ein Mensch sich vorschnell mit Themen wie Trance, Ongod, Ritualen oder starken energetischen Erfahrungen beschäftigt, muss er zunächst die Grundlagen verstehen.
Denn wenn dieses grundlegende Verständnis fehlt, kann es leicht geschehen, dass jemand seine eigenen Wünsche, Ängste, Erwartungen, Vorstellungen oder Emotionen mit schamanischen Phänomenen verwechselt.
Deshalb ist das Prinzip meiner Ausbildung sehr einfach:
Zuerst richtiges Wissen.
Danach die richtige Praxis.
Bevor es darum geht, kraftvoller zu werden, geht es darum, es richtig zu machen.
Bevor man ein Ritual durchführt, sollte man verstehen, warum man es durchführt.
Bevor man in Trance geht, sollte man verstehen, was Trance überhaupt ist.
Bevor man mit Geistwesen kommuniziert, sollte man wissen, mit wem oder womit man kommunizieren kann und warum.
Warum müssen die grundlegenden Bewegungen unbedingt erlernt werden?
Die grundlegenden Bewegungen sind nicht einfach nur ein Tanz oder eine rituelle Bewegungsform.
Sie gehören zu den ersten Übungen, durch die ein Schamane lernt, seinen Körper, seine Atmung, seine Aufmerksamkeit, seinen Rhythmus und seine Bewegungen bewusst wahrzunehmen und zu kontrollieren.
Erst wenn die grundlegenden Bewegungen richtig erlernt werden, kann ein Mensch beginnen, die Veränderungen im eigenen Körper bewusst zu beobachten.
Was geschieht mit den Muskeln?
Wie verändert sich die Atmung?
Wie reagiert das Nervensystem?
Welche Veränderungen finden im Hormonsystem und in anderen körperlichen Systemen statt?
Was davon ist lediglich eine körperliche Reaktion, und was kann auf einen veränderten Bewusstseinszustand hinweisen?
Solange man diese Unterschiede nicht erkennen kann, ist es zu früh, über Trance zu sprechen.
Deshalb dienen die grundlegenden Bewegungen in meiner Ausbildung nicht dazu, „Kraft zu demonstrieren“.
Sie sind vielmehr eine Schulung darin, den eigenen Körper, die eigene Psyche und die eigenen Reaktionen kennenzulernen.
Was bedeuten die verschiedenen Ausbildungsstufen?
Ich habe die Ausbildung in verschiedene Level unterteilt.
Doch Level 1, Level 2 und Level 3 sind keine drei voneinander getrennten Welten.
Sie sind aufeinander aufbauende Stufen, durch die dasselbe Wissen immer tiefer verstanden wird.
Level 1 – Grundlagen
Hier erhalten wir zunächst unsere „Landkarte“.
Wir schaffen die Grundlage für das Verständnis des traditionellen Schamanismus: Was traditioneller Schamanismus überhaupt ist, wie seine Struktur aufgebaut ist und welche grundlegenden Begriffe wichtig sind.
Wir beschäftigen uns mit der Oberen, Mittleren und Unteren Welt sowie den Zwischenwelten, mit Ug, Am, Etugen, mit Feuer, Opfergaben, Schwüren, Anrufungen, Ethik, schamanischer Psychologie und den grundlegenden Bewegungen.
Das Ziel dieser Stufe besteht nicht darin, möglichst viele Rituale zu lernen.
Es geht darum, zunächst wirklich zu verstehen, was wir eigentlich wie benennen und was die einzelnen Begriffe bedeuten.
Level 2 – Zusammenhänge verstehen
Hier untersuchen wir tiefer, wie die grundlegenden Inhalte miteinander verbunden sind.
Wir beschäftigen uns genauer mit den verschiedenen Welten, der Struktur von Energie, dem Menschen, der Natur und der Beziehung zu Geistwesen sowie mit Wahrnehmung, veränderten Bewusstseinszuständen und den Hintergründen von Ritualen und Bewegungen.
Auf dieser Stufe wird die Frage
„Ich kann das.“
weniger wichtig als die Frage:
„Warum funktioniert es auf diese Weise?“
Level 3 – Integration und Verantwortung
Hier geht es darum, das bisherige Wissen und die bisherigen Übungen als ein zusammenhängendes System zu verstehen und sie in der Praxis richtig anzuwenden.
Mit zunehmendem Wissen wächst auf dieser Stufe gleichzeitig auch die Verantwortung.
Für wen ist dieses Seminar geeignet?
- Dieses Seminar richtet sich an Menschen, die sich für den Urschamanismus interessieren.
- die offen sind für innere Prozesse und persönliche Erkenntnisse
- die mit Respekt und Achtsamkeit einer alten Tradition begegnen möchten
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

